Kategorie-Archiv: Allgemein

17. Mai: Spatenstich für den Neubau

Am 17. Mai wird sich unser Grundstück in eine große Baustelle verwandeln: Unser Stroh-Lehmhaus wird gebaut! Die ersten Gewerke sind beauftragt, die Planungen laufen auf Hochtouren und wir sind voller Vorfreude auf unser ökologisches KfW55-Haus mit Holzständern, Lehmputz und Strohdämmung, das für etwa 18 große und kleine Leute in drei Wohneinheiten ein zu Hause werden soll.

So ähnlich und in dieser Farben erstrahlt bald unser neues Haus:
Final_blau_rot

The best time to plant a tree…

…was thirty yeras ago. Der nächstbeste Zeitpunkt war vor ein paar Wochen, als es akut so aussah, als ob es jetzt Winter wird. Da haben wir noch schnell zwei Pfirsichbäumchen umgepflanzt. Damit haben wir inzwischen schon ein Dutzend Bäumchen auf dem Gelände neu- oder umgepflanzt. Jetzt sind wir gespannt, wie sie sich im Frühling präsentieren werden – und wie sie in dreißig Jahren aussehen.

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Der Bauantrag ist abgeschickt!

Diese Woche haben wir mit unserer Architektin den Bauantrag fertig gestellt und in den Briefkasten geworfen. Damit ist nun das Bauamt dran, unseren Antrag zu prüfen. Und dann können wir hoffentlich wie geplant im kommenden Frühjahr mit unserem Strohlehmhaus beginnen.

So soll es mal aussehen - unser Strohlehmhaus

So soll es mal aussehen – unser Strohlehmhaus

Wochenlang haben wir in der ganzen Gruppe und in Arbeitsgruppen mit unserer Architektin, den Technikplaner/innen und einigen weiteren Beteiligten über den Details gegrübelt. Wie viele Wohneinheiten wollen wir im Neubau und wie groß sollen sie werden? Welche Gemeinschaftsräume planen wir ein? Wie machen wir aus der energetisch und preislich günstigen Quaderform des Hauses trotzdem eine ansprechende Fassade? Was für ein Heizsystem wollen wir haben? Und wie breit ist eigentlich eine Feuerwehrzufahrt und wo soll das Regenwasser vom Dach hingeleitet werden?

Am Ende sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden: Wir bauen ein ökologisches Strohlehmhaus für 17 Erwachsene und gerade 2 Kinder, mit einem großen, gemeinsamen Hauswohnzimmer und Wohnküchen in den 3 WGs. Außerdem gibt es ein kleines Ruhewohnzimmer und ein Arbeitszimmer, die alle Hausbewohner*innen nutzen können. Im Keller des Altbaus wird es einen Holzpelletkessel geben, der beide Gebäude mit Wärme versorgt. Anschlüsse für eine Solarthermie- und eine PV-Anlage, die wir später nachrüsten können, sind eingeplant.

Fassade_Ost_Skizze

Jetzt beenden wir in den nächsten Wochen noch die Baustellen im Altbau – wir lassen gerade eine Wassersperre im Keller des alten Hauses machen, damit auf Dauer keine Feuchtigkeit hochsteigen kann. Deshalb ist unser Haus von einem Graben umgeben wie eine Burg und nach und nach werden die Wände aufgesägt und mit einer Feuchtigkeitssperre versehen. Für die geplanten Heizungsräume haben wir einen ganzen Kellerraum von Bauschutt befreit und mehrere Wände und Decken eingerissen. Jetzt sollen noch zwei Gräben für die Leitung von Regenwasser und Strom in Richtung Garten gebuddelt werden und dann wird zum Winter alles wieder zugemacht.

Wenn der Winter kommt, wollen wir uns nach den vielen Baustellen und Planungen wieder mehr uns als Gruppe widmen und wenn möglich, die Gruppe um ein paar Menschen vergrößern. Wer Interesse an unserem Wohnprojekt hat, konkret am Wohnen in einer 6er oder 8er-WG im Neubau ab Mitte 2017 und am mitwirken in der Bauphase, der oder die melde sich gerne mit einer Mail an info@wurzelnundwirken.de.

 

Wir sind Syndikat!

Wir freuen uns riesig, seit Mitte Oktober Teil des Mietshäusersyndikats zu sein. Vor einer Woche haben die aktuell rund hundert Syndikats-Projekte uns in ihre Mitte aufgenommen.

Bild: Logo Mietshäusersyndikat

Für den Beitritt zum Syndikat waren wir ins ferne Freiburg gefahren, wo vor gut 30 Jahren die ersten Pojekte gegründet wurden und wo die die Idee des Syndikats entstand. Viele interessante Menschen und Projekte durften wir kennen lernen, wir haben spannende Geschichten gehört und and der Zukunft des Syndikats mitgetüftelt.

Das Mietshäuser Syndikat ist ein Zusammenschluss selbstorganisierter Hausprojekte. Es beteiligt sich an Projekten, damit diese dem Immobilienmarkt entzogen werden, hilft mit Know How bei der Projektfinanzierung und initiiert neue Projekte.

Was bedeutet die Syndikats-Mitgliedschaft konkret für unser Projekt?

  • Die Erfahrungen und die Expertise im Projektverbund helfen uns, die Herausforderungen unseres WuWi-Projektes zu meistern.
  • Wir werden Teil eines Solidarverbundes und tragen dazu bei, dass neue Projekte unterstützt werden können.
  • Wir sichern unser Gemeinschaftsprojekt gegen Privatisierung. Unser Grundstück in Wustermark wird immer für selbstorganisierte Gemeinschaftsprojekte erhalten bleiben und ist somit dem Spekulationsmarkt entzogen. Wie das fuktioniert, zeigt das Bild unten:

Bild: Struktur Mitgliedschaft im Syndikat

Hier findet ihr mehr zur Idee des Mietshäusersyndikats und wie sie funktioniert….

 

 

Sommerfest 2015

Im Dezember haben wir das Grundstück in Wustermark gekauft, im Mai sind die ersten von uns hingezogen und am 13. Juni feierten wir das mit einem großen Sommerfest mit allen Nachbarn, Freunden und Familien. Ein rauschendes Fest, das uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird, trotz rauschendem Regen und Gewitter.

Mit über 20 Zelten verwandelte sich unsere Pferdewiese schnell in ein Festivalgelände und in der Scheune türmte sich mit den kulinarischen Mitbringseln unserer Gäste und dem, was wir vorbereitet hatten, ein umfangreiches Buffett. Gäste strömten auf das Gelände, am Ende waren es um die 200 Leute. Ein besonderes Highlight am Nachmittag war der Parcours, bei dem sich Gäste in Zweierteams bei Wohnprojekt-typischen Aktivitäten wie Holzbalken sägen, Sensen, Schubkarrenrennen und Putz von Steinen klopfen messen konnten. Die schnellste Gruppe sowie die mit der besten Performance gewannen die goldene Dachschindel bzw. ein paar Arbeitshandschuhe.

Dann schlug das Gewitter los und unsere Party wurde in Regen getränkt. Eigentlich sollte die Band – son kapital aus Berlin – anfangen zu spielen, doch wir verschoben den Auftritt, bis plötzlich ein Nachbar mehrere schnell aufbaubare Pavillons aus dem Auto beförderte und man dem Konzert damit auch im Trockenen lauschen konnte. Die meisten bevorzugten allerdings das Tanzen im Starkregen.

Später am Abend – das Buffett hatte sich von Kaffee und Kuchen zu Herzhaftem und Nachtischen gewandelt – hörte der Regen glücklicherweise auf uns es gelang uns, die Lagerfeuer anzuzünden. Kerzen, Fackeln und Lampions erhellten den Garten und am Lagerfeuer wurde noch bis spät in die Nacht mit der Gitarre gesungen und geplaudert.

Nach vielen positiven Rückmeldungen von glücklichen Gästen und herzlichen Nachbarn wird das erste sicherlich nicht das letzte Sommerfest von wurzeln und wirken in Wustermark gewesen sein. Großartige Geschenke wie ein Rasenmäher und jede Menge Pflanzen für den gigantischen Garten sind inzwischen eingepflanzt bzw eingeweiht. Im nächsten Sommer steht dann hoffentlich schon das Gerüst unseres Neubaus, so dass wir auch noch ein Richtfest feiern können.

Schaut euch die Fotos vom Fest an:

Pferde und andere Rasenmäher

Wie sollen wir die große Wiese mähen, haben wir uns gefragt. Schaffen wir das dauerhaft mit der Sense? Ist ein Benzin-Rasenmäher vertretbar – weil 200 Meter Kabel nicht praktikabel sind, und der Trecker des Nachbarn auch mit Erdöl fährt? Bevor wir zu einer Entscheidung kommen konnten, hat der Nachbar mit dem Trecker Fakten geschaffen: er hat kurzerhand seine Pferde zum Grasen auf die Wiese gestellt.

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