Zusammen leben

Unsere Vorstellungen vom Zusammenleben in Wustermark:

Ökologie

Wir wollen soweit wie möglich ökologisch bauen, sanieren und dämmen. Wir streben eine ökologische Warmwassererzeugung an. Unser Strom soll von einem unabhängigen Ökostromanbieter kommen. Zusätzlich streben wir eine eigene Energieerzeugung an. Unsere Mobilität soll so autofrei und emissionsarm wie möglich sein und dahingehend attraktiv gestaltet werden (z.B. gemeinsame Lastenfahrräder, Fahrradanhänger, Carsharing etc.).

Selbstbestimmt wohnen

Wir wollen selbstbestimmt leben und unseren Wohnraum frei und eigenverantwortlich gestalten. In Wustermark werden wir gleichzeitig Mieter und Eigentümer sein. Langfristig ist der Status als selbstverwaltetes Projekt durch die Beteiligung im Mietshäusersyndikat gesichert. Damit wird das Grundstück dem Immobilienmarkt entzogen und kann nicht mehr auf dem freien Markt verkauft werden. Auch wenn die Bewohner*innen wechseln: Das Grundstück soll ein Projekthaus bleiben!

Entscheidungen treffen

Entscheidungen wollen wir im Konsens treffen. Wir wollen Konflikten lösungsorientiert begegnen, d.h. auch, dass es Raum für konstruktiven Umgang mit Konflikten geben soll. Dafür ist es nötig, dass alle Beteiligten bereit sein müssen, an Konflikten zu arbeiten (in der Gruppe oder mit externer Mediation) und sich ihnen nicht verschließen. Insbesondere den Themen Gender, sexuelle Identität und Rassismus gegenüber wollen wir sensibel sein.

Ideen und Werte

Wir fühlen uns der Umwelt-, der Klima- und der Postwachstumsbewegung verbunden sowie den globalen Bewegungen für Demokratie und sozial-ökologische Gerechtigkeit. Unser Projekt soll auch ein Erfahrungsraum sein, um Ideen dieser Bewegungen in eine lokale Praxis umzusetzen, wie z.B. das ressourcenschonende Leben mit kleinem ökologischen Fußabdruck, gemeinsam nutzen statt besitzen, gut leben statt viel haben und Räume schaffen für andere Lebensentwürfe abseits der kapitalistischen Markt- und Wachstumslogik.

Wir gründen unsere Gemeinschaft auf Freundschaft, Kooperation und geteilte Werte. Dagegen verbindet uns keine gemeinsame religiöse oder spirituelle Weltanschauung. Diese Aspekte sehen wir als rein persönlich und nicht gruppenrelevant an. Rassismus und Sexismus haben bei uns keinen Platz.

Zusammenleben im Gesamtprojekt

  • Wir möchten möglichst viele WGs und Familienwohnungen (4-8 Personen). Kleinere Wohneinheiten sind auch vorstellbar.
  • Wir möchten selbstverwaltet wohnen, d.h. auch, dass sich alle Bewohner*innen an den anfallenden Aufgaben wie Arbeiten am Gelände, Verwaltung und Neuvermietung beteiligen.
  • Je nach unseren Interessen und Möglichkeiten möchten wir in den Ort Wustermark hinein wirken.
  • Wir wollen konsumreduziert leben – viel selbstmachen, wiederverwerten, gemeinsam nutzen, wenig wegwerfen.
  • Eine Offenheit für Kinder ist uns wichtig.
  • Wir wollen den Garten gemeinsam nutzen und gestalten.
  • Wir wollen Teile unser Freizeit bewusst gemeinsam gestalten: aktiv miteinander leben und gemeinsame Feste feiern, statt nur zusammen wohnen.
  • Wir wollen einen Gemeinschaftsraum schaffen, der auch als Tanz- und Bewegungsraum genutzt werden soll.
  • Wir wollen eine FoodCoop auf dem Gelände realisieren mit einem Angebot von biologischen, möglichst regionalen und vegetarisch/vegangen Lebensmitteln.
  • Es soll eine Offenheit für Gäste geben und mindestens ein gemeinsam nutzbares Gästezimmer.
  • Ein Wechsel von Bewohner*innen muss möglich sein.
  • alle Innenräume sollen rauchfrei sein.

Die momentanen Mitglieder der Gruppe wünschen sich ein WG-Leben mit…

  • einer gemeinsamen Essenskasse.
  • einer bio-vegan/-vegetarischen Küche.
  • dem Achten auf regionale und fair gehandelte Produkte beim Einkauf.
  • Für anfallende Aufgaben im Zusammenleben wie Putzen, Einkaufen und Selbstverwaltung soll es eine Organisationsstruktur geben, an der sich alle beteiligen.
  • Wir streben die Möglichkeit an, unsere Kosten für Miete und Zusammenleben je nach persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten solidarisch umzuverteilen.

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